Eichfristen für Messgeräte
nach der Mess- und Eichverordnung

(Stand: 03.08.2015)

Die Nutzungsdauer von Messgeräten ist durch den Zeitraum bestimmt, innerhalb dessen sie (nach
technisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen) zuverlässige Ergebnisse liefern. Dieser Zeitrahmen ist
vom Alterungsverhalten der Messgerätebauteile und von äußeren Einflüssen abhängig. Dies führt
entsprechend zur Festlegung unterschiedlicher Eichfristen für einzelne Messgerätearten.

 

 

1. Festlegung der Eichfristen

Gemäß § 34 der Mess- und Eichverordnung (MessEV) beträgt die Eichfrist eines Messgeräts
grundsätzlich zwei Jahre, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist:
- in der Anlage 7 der MessEV oder
- in einer bis zum Ablauf des 31. Dezember 2014 erteilten Bauartzulassung der Physikalisch-
Technischen Bundesanstalt.

 

Eichfristen für einige häufig vorkommende Messgerätearten sind:

eichfristen

2. Pflichten des Verwenders bezüglich der Eichfrist

Die Eichfrist ist vom Verwender des Messgeräts zu beachten. Die Verwendung ungeeichter
Messgeräte (im geschäftlichen oder amtlichen Verkehr oder bei Messungen im öffentlichen
Interesse) ist verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Die Eichung muss vor Ablauf der
Eichfrist beantragt werden. Weitere Informationen finden Sie im AGME-Informationsblatt
„Informationen für Verwender von Messgeräten und Messwerten“.

 

3. Kennzeichnung von Messgeräten

3.1 Geeichte Messgeräte
Die Kennzeichnung von Messgeräten wurde neu geregelt. Es wird nun, wie bereits bisher bei den
Versorgungsmessgeräten, der Beginn der Eichfrist (i. d. R. das Jahr der Eichung) gekennzeichnet (a)
bzw. (b) und nicht mehr der Ablauf der Eichfrist. Das Ende der Eichfrist kann man auf einem optional
angebrachten Zusatzzeichen (c) erkennen.

 

 

3.2 Messgeräte, die konformitätsbewertet in Verkehr gebracht wurden
Bei diesen Messgeräten beginnt die Eichfrist mit dem Inverkehrbringen; sie entsprechen geeichten
Messgeräten für die Dauer der mit dem Inverkehrbringen beginnenden jeweiligen Eichfrist und
bedürfen für die Dauer dieser Eichfrist keiner Eichung (Einschränkung siehe Nr. 5).

 

 

 

4. Beginn und Ende der Eichfrist

Die Eichfrist beginnt mit dem Tag des Inverkehrbringens bzw. der Eichung.
Sie endet (bei einer Eichfrist größer oder gleich 1 Jahr) mit dem Ende des Jahres,
in dem die Fristx rechnerisch endet.

 

 

 

Der Antrag auf Eichung, bzw. der Austausch von Messgeräten muss bereits im Laufe des Jahres
erfolgen, an dessen Ende die Eichfrist endet. Dabei ist es für die Berechnung der folgenden Eichfrist
unerheblich, an welchem Tag innerhalb des Jahres geeicht oder ausgetauscht wird (bei Eichfrist ≥ 1
Jahr).


Beispiel Kaltwasserzähler (Eichfrist 6 Jahre):
In Verkehr gebracht oder geeicht im Laufe des Jahres 2015 (Kennzeichnung: 15)
=> Ende der Eichfrist: 31.12.2021
=> Der Antrag auf Eichung oder der Austausch muss bereits im Laufe des Jahres 2021 erfolgen.

 

5. Vorzeitiges Ende der Eichfrist

Die Eichfrist eines Messgeräts endet vorzeitig, wenn es z. B. die wesentlichen Anforderungen
(insbesondere Verkehrsfehlergrenzen) nicht mehr einhält oder wenn Eingriffe vorgenommen
wurden, die Einfluss auf die messtechnischen Eigenschaften des Messgeräts

 

 

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